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Schatten der Vergangenheit - 14. Kapitel
mimi, pommes, handball
ayrenni

 

Eskalation

„Ich…also – Mimi…“, stotterte Dominik unsicher, wusste nicht, was er sagen sollte, „das…ist nicht so…das ist…kompliziert…“, brachte er schließlich heraus, seufzte leise und wollte schon langsam auf Mimi zu gehen, sich neben ihn auf das Sofa setzen, damit er in Ruhe mit seinem Gegenüber reden konnte. Das Gespräch würde nämlich mit ziemlicher Sicherheit nicht gerade das angenehmste seines Lebens werden…

Doch Mini kam noch nicht mal dazu, einen Schritt zu machen, als Mimi auch schon ganz plötzlich und völlig unerwartet aufsprang, Mini dabei wütend anfunkelte.

„Verdammte Scheiße, was zur Hölle ist an dieser Frage so schwierig?“, brüllte Mimi, „Alles was ich wissen will ist doch nur, ob du einer dieser verfickten Schwanzlutscher bist oder nicht... Aber wenn ich ehrlich bin – eigentlich reichen mir die Filme hier ja schon, um diese Frage zu beantworten! Ich hätte nur gehofft, dass du jetzt endlich mal ehrlich zu mir bist!“

Dominik starrte den anderen schockiert an. So hatte er Mimi noch nie erlebt – der Spielmacher starrte ihn beinahe hasserfüllt an, seine Augen zu Schlitzen verengt. Mini schluckte. Er hätte nie erwartet, dass ausgerechnet Mimi so reagieren würde, auch, wenn er gerade solche Reaktionen immer wieder in irgendwelchen Horrorvorstellungen und Alpträumen gesehen hatte. Aber Mimi – Dominik hatte geglaubt, zumindest so viel Menschenkenntnis zu besitzen, dass er das einschätzen konnte…

„Ich…Mimi…was – lass mich doch erklären…“, murmelte Mini, hob beschwichtigend die Hände und trat jetzt doch einen Schritt nach vorn, auf den anderen zu.

Doch im gleichen Moment wich Mimi von Dominik zurück, so etwas wie Panik im Gesicht. Und ganz eindeutig Abscheu. Die Mischung dieser beiden Ausdrücke auf Mimis ebenmäßigen Gesichtszügen tat Mini mehr weh, als irgendein Wort aus dem Mund des Spielmachers es gekonnt hätte.

„Nein, halt die Fresse, du Schwuchtel!“, zischte Mimi jetzt leise, unterbrach damit Dominiks ungeschickte Erklärungsversuche – auch, wenn es eigentlich gar nicht mehr viel gab, das Mini hätte erklären können.

„Ich…das…du bist doch echt das Letzte…du belügst mich, seit wir uns kennen und dann machst du dich auch noch an mich ran, wenn du glaubst, dass du mich gerade in einem schwachen Moment erwischst? Glaubst du, ich würde darauf reinfallen – mich von dir irgendwie einlullen lassen? Weißt du was, vergiss es, ja?“

Fassungslos starrte Mini Mimi an. Er wollte etwas erwidern, irgendetwas sagen – doch im ersten Moment gelang es ihm einfach nicht, auch nur einen Ton heraus zu bringen. Was genau warf der andere ihm hier eigentlich vor? Was sollte das?

Ungläubig senkte Mini den Blick, konnte Mimis vorwurfsvolle, wütende Miene nicht weiter ertragen. Es dauerte einen ganzen Moment, bis Dominik seine Sprache schließlich wieder gefunden hatte.

„Fuck, was soll das jetzt, Mimi? Was willst du mir hier eigentlich vorwerfen? Verdammte Scheiße, du warst es doch, der mich in Peking geküsst hat. Und heute Morgen – ich hab’ doch deine verfickten Lippen auf meinen gespürt, hab gefühlt, wie du mich berührt hast…Und du willst mir was erzählen, von wegen dass ich dich anmache?“, schrie Mini jetzt so laut zurück, dass er ein bisschen vor sich selbst erschrak.

Er wusste eigentlich gar nicht, was er hier erzählte, dass er soeben zugegeben hatte, dass er die Szene am Morgen mitbekommen hatte. Alles, was er tun wollte, war, sich irgendwie zu verteidigen.

Empört schnappte Mimi jetzt nach Luft.

„Was…willst du etwas behaupten, ich wär’ genau so pervers wie du, oder was? Was soll das – du lullst mich hier mit deiner ganzen Unschuldsnummer ein, tust so, als könnte ich dir vertrauen…und die ganze Zeit über ist dein einziges Ziel, mich irgendwie ins Bett zu kriegen, du schwule Sau, oder?“, machte Mimi sich dann Luft, inzwischen schon nicht mehr lautstark, sondern mit einer Eiseskälte in der Stimme, die Dominik einen Schauer über den Rücken jagte.

Jedes einzelne Wort, das Mimi von sich gab, fühlte sich wie ein kleiner Nadelstich direkt in Minis Herz an. Dass ausgerechnet der Lemgoer, der Mann, den Dominik schon so lange wollte – schon so verdammt lange liebte – so reagierte, mit so viel Abneigung und offenem Hass...

Das war etwas, was Mini einfach nur verletzte. Dominik schwieg, rang nach Worten und wusste doch nichts zu sagen, hatte keine Ahnung, was er auf diese haltlosen Beleidigungen erwidern sollte oder konnte.

„Ist das alles, was du darauf zu sagen hast? Das ist doch echt unglaublich…sag mal, holst du dir eigentlich einen runter, nachdem du zusammen mit uns unter der Dusche gestanden hast? Hast du dich aufgegeilt daran? Das ist doch echt einfach nur…krank. Das ist es. Du bist eine kranke Schwuchtel…“

Mini ballte die Hände zu Fäusten. Und plötzlich platzte ihm der Kragen. So etwas musste er sich von niemandem sagen lassen. Vor allem nicht von diesem Typen, in dem Dominik sich so sehr getäuscht hatte. Von dem er gedacht hatte, dass er ein netter, verständnisvoller Mensch war – und der sich jetzt als eines der homophobsten Arschlöcher entpuppte, dem Mini jemals begegnet war.

„Weißt du was, Mimi?“, zischte Dominik dem anderen jetzt gefährlich leise zu, unterbrach den anderen damit und schritt jetzt mit einigen großen Schritten auf den etwas kleineren zu. Dieses Mal wich Mimi nicht zurück, musterte Dominik beim Näherkommen nur mit verächtlichem Blick.

„So etwas brauch ich mir von dir mit Sicherheit nicht anzuhören, du kleines Arschloch…“, meinte er dann bestimmt, wollte Mimi am Arm packen, der ihm aber sofort wieder entrissen wurde, als ob Mimi sich an Minis Berührung verbrannt hätte.

Wortlos deutete Dominik jetzt in Richtung seiner Haustür. „Verschwinde einfach, verzieh dich. Ich hab nicht die geringste Ahnung, wie ich mich in dir nur so verdammt hab täuschen können – aber das wird mir nicht noch mal passieren. Und jetzt…raus!“, das letzte Worte brüllte Dominik, nahm mit einiger Befriedigung wahr, dass Mimi dabei zusammenzuckte.

Stumm drehte Mimi sich um, verließ das Wohnzimmer ohne sich noch einmal nach Dominik umzusehen. Sekunden später konnte Dominik hören, wie seine Haustür ins Schloss fiel. Mit einem deutlich hörbaren Knall, der durch die gesamte Wohnung hallte und wahrscheinlich noch ein paar Stockwerke weiter wahrzunehmen war.

Der Film war noch immer am Laufen, die Stimmen von Jack und Ennis hallten jetzt durch den Raum, verliehen der ganzen Szene fast etwas von Normalität…

Dass ihm die Tränen in den Augen standen, erkannte Mini erst, als er etwas Nasses über seine Wangen rinnen fühlte. Trotzig wischte er sich die feuchten Spuren aus dem Gesicht. Er durfte jetzt nicht heulen. Er musste jetzt nicht heulen.

Mimi war keine einzige Träne wert – Dominik sollte froh sein, dass er den Idioten ein für allemal los war. Dass die Sache zwischen ihnen endlich geklärt und ausgestanden war – auch wenn das alles nicht gerade das Ende gefunden hatte, das Mini sich gewünscht hatte. Und dass er sich jetzt auf etwas – jemanden – Neues konzentrieren konnte. Auf eine Sache, die vielleicht auch Perspektive haben könnte.

Und Mimi…der konnte Dominik gestohlen bleiben. Schwerfällig ließ Dominik sich auf seine Couch fallen. Obwohl er es eigentlich nicht zulassen wollte, obwohl er jetzt nicht schwach werden wollte, er konnte einfach nicht anders.

Mini lehnte sich ganz nach hinten an die Sofalehne, zog die Knie ganz nah zu sicher heran und legte seine Arme darum. Er vergrub sein Gesicht in den Händen.

So hatte ihn wirklich noch niemand beleidigt…

Auch, wenn es nicht viele waren, die wussten, dass er auf Männer stand – wann immer Mini sich jemandem anvertraut hatte, hatte er doch irgendwie positive Reaktionen auf sein Geständnis erhalten. Toto hatte ihn einfach in seine Arme gezogen und erklärt, dass das für ihn nicht das Geringste an ihrer Freundschaft ändern würde.

Und jetzt das hier…Mimi hatte Dominik angesehen, als hätte er eine eklige, ansteckende Krankheit. Er hatte noch nicht mal zugelassen, dass Mini ihn berührte, als wäre er ein Aussätziger.

Was war verdammt noch mal so schlimm daran, dass er lieber mit Kerlen ins Bett ging? Was änderte das an ihm? Machte ihn das zu einem anderen Menschen – zu einem Menschen, den Mimi verachtete?

Und überhaupt…ein Blick auf das Sofa zeigte Mini, dass Mimi offenbar einige seiner versteckten Filme hervorgeholt hatte. Und warum hatte der Spielmacher sich bitte die Filme angesehen, wenn er Homosexualität für so etwas Verabscheuungswürdiges hielt?

Das machte doch alles absolut keinen Sinn, oder? Verwirrt schüttelte Dominik den Kopf.

Inzwischen flossen seine Tränen doch ungehindert seine Wangen entlang, er konnte sie einfach nicht mehr zurückhalten. Er hatte noch nie solche Beleidigungen an den Kopf geworfen bekommen…noch nie zuvor in seinem Leben. Und einmal mehr wurde Mini klar, warum er so verdammt vorsichtig sein musste – warum er nicht sein konnte wie all die anderen um ihn herum.

Erst das heftige Prasseln von Regen gegen seine Fensterscheibe ließ Mini wieder aufsehen. Und auch wenn er wusste, dass es eigentlich keinen Grund dazu gab und dass er jedes Recht gehabt hatte, Mimi raus zu werfen – wenn er das Wetter, das da draußen wütete, genauer betrachtete, dann tat ihm der andere doch schon fast wieder leid.

Dominik hatte ihn immerhin nur mit einer Sweatjacke aus dem Haus gejagt. Es war November, eisig kalt draußen und inzwischen regnete es so heftig, dass Mini mit einem Blick aus dem Fenster noch nicht mal mehr die unter seiner Wohnung vorbei führende Straße erkennen konnte, so dicht war der Regenschleier. Eigentlich ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür jagte…

Mini seufzte. Mimi war erwachsen. Der konnte sich schon um sich selbst kümmern – und selbst wenn nicht, dann war das jetzt nicht mehr Dominiks Problem. Oder?

Mini verspürte mit einem Mal das dringende Bedürfnis, mit jemandem zu reden. Und zwar sofort. Und da es eigentlich nur einen Menschen gab, der die ganze Situation überhaupt verstehen konnte – immerhin war Toto der Einzige, der etwas von Minis Gefühlen für Mimi wusste – hatte Mini im nächsten Moment auch schon sein schnurloses Telefon in der Hand und tippte die Nummer der Familie Jansen ein.

Es dauerte einen Moment, bis auf der anderen Seite der Leitung abgehoben wurde.

„Jansen?“, meldete sich da auch schon Torstens etwas atemlose Stimme – und Mini hatte im nächsten Augenblick auch schon ein schlechtes Gewissen.

Immerhin hatte sein bester Freund auch ein Privatleben, eine Familie, um die er sich kümmern musste…Und dann kam Dominik auch noch mit seinen Problemchen daher…

„Hey, Toto – ich bin’s…“, murmelte Dominik in den Hörer. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen, den andern anzurufen. Er sollte schließlich selbst versuchen, mit seinen Problemen klar zu kommen. Immerhin war er alt genug, um mit so was selbst fertig zu werden. Er konnte ja nicht immer zu Torsten rennen und ihn um Rat bitten…

„Mini! Schön, dass du dich mal wieder meldest – und, erzähl, wie läuft’s so in der neuen WG Klein/Kraus, alles in Ordnung bei euch beiden?“

Dominik seufzte. Mit dieser Frage hatte Toto den Kern seines Problems unwissentlich mal wieder genau auf den Kopf getroffen. „Also um ehrlich zu sein…“, erwiderte er also nur leise und seufzte.

„Wieso, was soll das heißen, Mini? Du hörst dich irgendwie gar nicht gut an...ist irgendetwas vorgefallen, weswegen ich vorbeikommen und Mimi verkloppen muss?“

Es war ein Witz gewesen – das wusste Mini. Und dennoch war er einen Augenblick lang versucht, einfach „Ja“ zu sagen. Irgendwie reizte ihn dieser Vorschlag seines besten Freundes nämlich schon sehr…

„Also…nein…oder…na ja, irgendwie…“, druckste Dominik dann allerdings unsicher herum, wollte nicht so recht mit der Sprache heraus rücken.

Torsten seufzte. „Oh je, ich seh’ schon…das wird ne längere Geschichte. Also gut, dann erzähl – schön langsam und von vorne bitte. Und bitte mit allen kleinen, schmutzigen Details!“, forderte der Hamburger Mini schließlich auf.

Ein Augenrollen konnte Dominik da einfach nicht verhindern. Er konnte sich das Grinsen, das jetzt auf Totos Gesicht liegen musste, bildlich vorstellen. Und allein schon dadurch, dass er Torstens Stimme hörte, fühlte er sich jetzt schon ein bisschen besser als noch vor ein paar Minuten.

Also  begann er schließlich, zu erzählen. Er begann mit dem gestrigen Abendessen, dann schilderte er die Szene zwischen ihm und Mimi am frühen Morgen – und dann erst kam er zu Mimis Ausraster von gerade eben. Als er geendet hatte, fühlte Mini sich automatisch schon ein bisschen erleichtert – irgendwie half es eben doch immer, wenn man mit jemandem reden konnte. Auch, wenn Torsten bisher nur schweigend zugehört hatte, nur hin und wieder ein „Hm“ oder „verstehe…“ eingeworfen hatte, so dass Mini sich sicher gewesen war, dass der andere ihm die ganze Zeit über zugehört hatte. 

„Tja, also so wie ich das sehe…“, meinte Toto dann zusammenfassend, nachdem er Dominiks ganze Geschichte gehört hatte, „…dann bist du gerade eben unfreiwillig durch deine DVD Sammlung geoutet worden – und Mimi hat sich daraufhin so daneben benommen, dass du ihn rausgeschmissen hast…“

Mini nickte, auch wenn Toto das am Telefon nicht sehen konnte.

„Also wenn ich ehrlich bin…jetzt habe ich erst recht das Bedürfnis, einen kleinen Ausflug nach Kiel zu machen und diesem Idioten mal gehörig die Leviten zu lesen. Das ist doch unglaublich, was der hier mit dir abzieht…“

„Und ich hab so das Gefühl, dass selbst das nicht mehr viel bei ihm ändern würde – ich meine, die Ansagen, die Mimi so gemacht hat…die waren wirklich nicht gerade ohne. Und nicht falsch zu verstehen. Dabei hatte ich seit heute Morgen so gar so etwas Ähnliches wie…Hoffnung, dass Mimi vielleicht doch langsam erkennt, dass er vielleicht etwas für mich empfindet – jedenfalls hab ich mir nicht eingebildet, dass er mich beinahe geküsst hätte…“, meinte Mini dann leise.

„Das tut mir wirklich leid für dich, Kleiner. Ich war mir auch sicher, dass Mimi nur ein bisschen braucht, bis er in die Gänge kommt und sich seine Gefühle für dich eingesteht…“, erwiderte Toto, klang dabei wirklich aufrichtig, „…aber wenn ich mir das, was du gesagt hast noch mal durch den Kopf gehen lasse – so wirklich überzeugt bin ich von meiner Theorie jetzt nicht mehr. Auch, wenn da immer noch die einen oder anderen Ungereimtheiten in deiner Geschichte waren…“

Mimi seufzte. „Ja, ich weiß…ich finde das Ganze auch komplett verwirrend und irgendwie nicht ganz sauber. Aber na ja, eigentlich bringt dieses ganze Gerede hier nichts. Mimi ist weg, irgendwo draußen in der Kälte und ich brauch mich jetzt nicht mehr um ihn zu kümmern…“, sagte er dann und versuchte, so entschlossen wie möglich zu klingen.

„Ich versteh dich einfach nicht, Mini – der Kerl macht dich fertig, beleidigt dich, und du machst dir trotzdem immer noch Gedanken um ihn…“, meinte Torsten daraufhin, ließ Dominik, der empört Luft holte und dazu ansetzte, etwas zu erwidern, gar nicht erst zu Wort kommen, „Und jetzt tu nicht so, als ob ich nicht Recht hätte. Ich weiß, dass du dir Sorgen machst und glaubst, dass du ihn nicht hättest rauswerfen sollen…“

„Es hat draußen schon fast Minusgrade – und ich weiß ja nicht, wo er jetzt überhaupt hin ist. Außerdem gießt es hier wie aus Eimern…“, murmelte Dominik schuldbewusst.

Wie er gerade wieder mal bemerkt hatte, half Leugnen bei Toto sowieso nicht. Der andere Linksaußen kannte ihn einfach viel zu gut.

Gequält seufzte Torsten jetzt auf, als er diese Worte aus Minis Mund hörte.

„Weißt du was, Mini – dann ruf ihn doch an…Wirst ja sehen, ob er an sein Handy geht oder nicht, wenn’s dir dann besser geht. Aber schraub deine Erwartungen nicht zu hoch, ja? Mimi kann ein verdammt sturer Bock sein, mich würde es nicht wundern, wenn er gar nicht erst abheben würde. Oder wenn er einfach so weitermacht, wie gerade eben bei eurem Streit aufgehört habt…“

Mini wusste, dass Toto nicht wirklich begeistert von seinem eigenen Vorschlag war und das Ganze für eine Schnapsidee hielt, dennoch würde er das wohl machen. Auch wenn es blödsinnig war, Mimi, der ihn gerade eben so beleidigt hatte, jetzt auch noch anzurufen…

Wenn überhaupt dann sollte Mimi sich bei ihm melden. Und auch dann nur, um sich bei ihm zu entschuldigen. Und selbst dann war Dominik sich nicht sicher, ob er Mimi einfach so verzeihen würde…

Und trotzdem waren die Sorgen um Mimi da, draußen stürmte es inzwischen schon richtig, wie Dominik mit einem Blick aus dem Wohnzimmerfenster feststellte. Ob der Spielmacher jetzt wohl irgendwo da draußen war? Wenige Minuten später verabschiedete Toto sich schließlich von Mini, mit den Worten, dass er einfach mal versuchen sollte, Mimi zu erreichen, wenn es ihm damit besser ginge.

Es war ein Fehler und absolut das falsche Zeichen an Mimi, dessen war sich Dominik bewusst…Dennoch hatte er keine zehn Sekunden später auch schon Mimis Handynummer auf dem Display stehen. Mini atmete noch einmal tief durch, bevor er die Wahltaste drückte und den Hörer an sein Ohr hob.

 


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